Stadt Marsberg
Zwischen Briloner Höhen und Sintfeld im Diemeltal
Marsberg liegt landschaftlich hübsch eingebettet zwischen den Briloner Höhen im Westen, dem Sintfeld im Norden und dem Roten Land im Osten und Süden im Tal der Diemel. Die Stadt zählt gut 20 000 Einwohner, die in der Kernstadt und den umliegenden Ortschaften wohnen. Seit 1975 bilden die ehemals selbstständigen Städte Niedermarsberg und Obermarsberg zusammen mit insgesamt 15 umliegenden Gemeinden das Marsberger Stadtgebiet.
Vor allem Obermarsberg blickt auf eine bekannte Geschichte zurück, die bis in die sächsische Zeit zurückverfolgt werden kann, als auf dem Eresberg die Eresburg mit der Irmisul, einem heidnischen Heiligtum, stand. Die Eresburg mit der Irminsul war im Zuge der Christianisierung eines der ersten Ziele während der Sachsenkriege von Karl dem Großen.
Im Jahre 772 wurde die Anlage erobert und die Säule zerstört. An ihrer Stelle wurde eine der allerersten Kirchen in Westfalen gebaut. Überliefert ist auch, dass in der Marsberger Stiftskirche der Streit des Königs Otto I. mit seinem Halbbruder Thankmar endete: Thankmar wurde durch einen durch ein Seitenfenster der Kirche geworfenen Speer am Altar getötet.
Niedermarsberg erlangte durch seine frühe gewerbliche Entwicklung Bedeutung. Wichtig waren neben der Glasherstellung vor allem der Bergbau und die Verarbeitung von Kupfer. Zu den Sehenswürdigkeiten, die alljährlich viele Touristen nach Marsberg locken, gehören auch heute noch der Kilianstollen und die Glashütte, die inzwischen ihren Standort vor den Toren der Ortschaft Essentho hat.
Hauptverkehrsader ist die B7, die von der polnischen Grenze im Osten bis zur holländischen Grenze im Westen quer durch Deutschland führt. Erreichbar ist Marsberg auch über die A 44 (Anschlussstellen Diemelstadt und Marsberg-Meerhof). Mit dem Bau einer neuen Anschlussstelle Marsberg-Westheim wurde im Frühjahr 2005 begonnen.
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